• Einkaufswagen Einkaufswagen
    0Einkaufswagen
selling2b Consulting GmbH
  • Über Uns
    • Team
    • Referenzen
    • Marvin Verweyen
  • Leistungen
    • Vertriebstraining
    • Sales Challenge Course
    • Offene Seminare
    • Unternehmenslösungen
    • Online Academy
  • Themen
    • Kaltakquise
    • Cross- und Up-Selling
    • Abschlusstechniken im Vertrieb
    • Angebotsmanagement
    • Einwandbehandlung
    • Value Selling
    • Verkaufsgespräch
    • Verhandlungstraining
    • Verkaufstraining
    • Messetraining
    • Mystery Shopping
    • Neukundenakquise
      • Neukundengewinnung
      • Akquise
    • Preisverhandlung
    • Preiserhöhungen durchsetzen
  • Content
    • Newsletter
    • Buchempfehlungen
    • Verkaufstrainer
    • FAQs
  • Blog
  • Kontakt
  • Menü Menü

Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer: Vertriebsprozesse skalierbar machen

Führung im Vertrieb, Training

Du kennst das vielleicht: Als Gründer, Selbstständiger oder Geschäftsführer trägst du zu Beginn alle Hüte selbst. Du entwickelst das Produkt, kümmerst dich um die Buchhaltung – und natürlich machst du auch den Vertrieb. Anfangs funktioniert das erstaunlich gut. Schließlich kennt niemand dein Produkt so gut wie du, und deine Leidenschaft steckt an. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem du merkst: Ich kann nicht mehr alles allein stemmen. Genau hier beginnt die Journey vom Einzelkämpfer zum Teamplayer – und die Notwendigkeit, den Vertrieb skalierbar zu machen.

Vertrieb zu skalieren bedeutet nicht einfach nur, mehr Menschen einzustellen. Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die unabhängig von einzelnen Personen funktionieren. Prozesse, die wiederholbar sind. Teams, die auch ohne dich wissen, was zu tun ist. Und Systeme, die aus einem chaotischen Bauchladen einen strukturierten Wachstumsmotor machen.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du genau das erreichst. Vom ersten Loslassen über die Standardisierung deiner Abläufe bis hin zur Teamführung und Automatisierung. Du bekommst praxisnahe Tipps, konkrete Beispiele und ehrliche Einblicke in typische Stolperfallen. Egal ob du gerade erst beginnst oder mitten im Wachstum steckst.

Wenn der Gründer alles selbst macht

In der Anfangsphase eines Unternehmens ist es völlig normal, dass der Gründer alles selbst in die Hand nimmt. Kundenakquise, Angebotslegung, Verhandlungen – alles läuft über deinen Schreibtisch. Und das hat gute Gründe: Du bist flexibel, triffst schnelle Entscheidungen und kannst individuell auf jeden Kunden eingehen. Vor allem baust du persönliche Beziehungen auf, die in der frühen Phase entscheidend sind.

Aber genau hier liegt auch das Problem: Der gesamte Vertrieb hängt an dir. Fällst du aus, bleibt der Umsatz aus. Du bist das Bottleneck – der Flaschenhals, der alles verlangsamt. Sobald du mehr Anfragen hast, als du bearbeiten kannst, geraten Qualität und Geschwindigkeit unter Druck. Außerdem fehlt jede Art von Skalierung: Mehr Umsatz bedeutet einfach nur mehr Arbeit für dich.

Auch mental wird es zur Belastung. Die ständige Verfügbarkeit, die vielen Aufgaben, die Verantwortung – all das lässt sich nur begrenzt lange durchhalten. Und selbst wenn du noch Energie hast: Dein Unternehmen wächst nicht in der Geschwindigkeit, in der es könnte. Weil du alles kontrollieren willst. Oder musst. Oder denkst, es besser zu können als andere.

Hinzu kommt: In deinem Kopf sind zwar jede Menge Ideen und Erfahrungen – aber nichts davon ist dokumentiert. Neue Mitarbeiter, die dich entlasten könnten, scheitern oft daran, dass sie sich in deinem System nicht zurechtfinden. Oder schlimmer: Es gibt gar kein System. Nur dich.

Deshalb ist es so wichtig, rechtzeitig die Weichen zu stellen – und deinen Vertrieb in eine Richtung zu lenken, die auch ohne dich funktioniert. Skalierbar eben.

Die Grenzen des Einzelkämpfer-Modells

Vielleicht denkst du gerade: „Aber es läuft doch!“ Ja – bis zu einem gewissen Punkt. Doch dann stößt du an Grenzen. Und die zeigen sich nicht nur im Umsatz, sondern auch in deiner Lebensqualität.

1. Zeitliche Limitierung: Du hast nur 24 Stunden am Tag. Selbst wenn du rund um die Uhr arbeitest, bleibt deine Kapazität begrenzt. Du kannst nicht gleichzeitig fünf Verkaufsgespräche führen, Angebote schreiben und Kunden nachfassen.

2. Keine Prozesse – nur Bauchgefühl: Klar, du weißt, was funktioniert. Aber dein Wissen ist nicht dokumentiert. Das bedeutet: Niemand außer dir kann deinen Job machen. Neue Mitarbeiter müssen alles bei null lernen, Fehler inklusive.

3. Hohe Fehleranfälligkeit: Wenn du viele Aufgaben gleichzeitig jonglierst, leidet die Qualität. Du vergisst Rückrufe, verschickst falsche Angebote oder verpasst Chancen, weil du zu spät dran bist. Und das alles kostet Geld.

4. Stillstand statt Wachstum: Weil du im operativen Hamsterrad gefangen bist, bleibt keine Zeit für strategische Weiterentwicklung. Neue Märkte, bessere Zielgruppenansprache, Produktinnovation – all das bleibt liegen, weil du mit dem Tagesgeschäft ausgelastet bist.

5. Burnout-Risiko: Viele Gründer brennen irgendwann aus. Nicht, weil sie kein gutes Produkt hätten, sondern weil sie alles allein tragen. Der Preis dafür ist oft die Gesundheit – oder das Ende des Unternehmens.

Spätestens an diesem Punkt wird klar: So kann es nicht weitergehen. Du brauchst Strukturen, Systeme und – ganz wichtig – ein Team. Doch bevor du losrennst und Mitarbeiter einstellst, braucht es einen entscheidenden Schritt: Die Dokumentation deiner Vertriebsprozesse.

Der „Bottleneck“-Effekt

Stell dir deinen Vertriebsprozess wie einen Trichter vor: Oben landen jede Menge Aufgaben – Kundenanfragen, Beratungsgespräche, Angebotsanfragen, Follow-ups. Doch unten, am schmalsten Punkt, sitzt nur eine einzige Person: der Gründer. Und genau hier entsteht der „Bottleneck“-Effekt – der Engpass. Weil alles durch diesen einen Flaschenhals muss, staut es sich. Aufgaben bleiben liegen, Chancen werden verpasst, und das Wachstum stockt. Die Trichter-Illustration zeigt eindrücklich: Solange du allein versuchst, alles zu stemmen, bleibt dein System ineffizient. Erst wenn du den Flaschenhals durch Prozesse, Tools und Teamarbeit erweiterst, kann dein Vertrieb wieder frei fließen und skalieren.

Der erste Schritt zur Skalierung: Prozesse dokumentieren

Bevor du irgendetwas delegieren kannst, musst du wissen, was du überhaupt tust. Klingt banal – ist es aber nicht. Viele Solopreneure arbeiten so intuitiv, dass ihnen gar nicht auffällt, wie viele Mikroentscheidungen sie täglich treffen. Diese Intuition muss raus aus deinem Kopf – und rein in ein System.

Warum ist das so wichtig?
Weil Wiederholbarkeit der Schlüssel zur Skalierung ist. Nur wenn ein Prozess dokumentiert ist, kann ihn jemand anderes übernehmen, ausführen und sogar verbessern. Sonst bleibst du immer der Nadelöhr im System.

Was solltest du dokumentieren?

  • Leadgewinnung: Woher kommen deine Leads? Welche Kanäle funktionieren am besten?

  • Erstkontakt: Wie kontaktierst du neue Interessenten? Per Mail, Telefon, Social Media?

  • Qualifizierung: Wie erkennst du, ob ein Lead kaufbereit ist?

  • Verkaufsprozess: Welche Schritte gehst du bis zum Abschluss?

  • Follow-up: Wie und wann meldest du dich nach einem Gespräch?

  • Angebotserstellung: Welche Vorlagen nutzt du? Was sind deine Preisstrategien?

  • Abschluss & Übergabe: Wie läuft der Übergang von Vertrieb zu Projektabwicklung oder Support?

Wie gehst du vor?

  1. Tätigkeiten mitschreiben: Dokumentiere über zwei Wochen hinweg jeden Schritt, den du im Vertrieb machst.

  2. Wiederholbare Muster erkennen: Welche Schritte wiederholen sich? Welche kannst du zusammenfassen?

  3. Prozessdiagramm erstellen: Nutze Tools wie Miro, Lucidchart oder einfach Google Slides, um visuell darzustellen, wie dein Verkaufsprozess aussieht.

  4. Schriftliche Anleitungen erstellen: Erkläre jeden Schritt so, als würde ihn jemand zum ersten Mal machen.

Tipp: Fange nicht an, alles perfekt zu machen. Lieber grob starten und später verfeinern. Done ist besser als perfect.

Vertriebsprozesse standardisieren

Wenn du deine Abläufe dokumentiert hast, ist der nächste Schritt, sie zu standardisieren. Das heißt nicht, dass du jeden Kunden gleichbehandeln musst – aber du brauchst eine Grundstruktur, die in jedem Fall funktioniert.

Welche Prozesse lassen sich gut standardisieren?

  • Leadqualifizierung: Erstelle ein festes Set an Fragen oder Kriterien, um Leads zu bewerten.

  • Angebotsprozess: Nutze Vorlagen und fixe Angebotsbausteine, um schneller zu werden.

  • Follow-ups: Plane automatische Erinnerungen oder standardisierte E-Mail-Sequenzen.

  • Onboarding neuer Kunden: Definiere einen klaren Ablauf von der Vertragsunterschrift bis zur Übergabe.

Vorteile der Standardisierung

  • Weniger Fehler: Jeder weiß, was zu tun ist – das reduziert Missverständnisse.

  • Schnelligkeit: Du wirst schneller, weil du nicht jedes Mal bei null beginnst.

  • Skalierbarkeit: Neue Mitarbeiter können direkt in bestehende Prozesse einsteigen.

  • Messbarkeit: Standardisierte Prozesse lassen sich besser analysieren und optimieren.

Und die Individualität?

Die Angst vieler Gründer: „Ich will aber nicht wie ein Callcenter verkaufen!“ Keine Sorge – Standardisierung heißt nicht, dass du deine Persönlichkeit aufgibst. Es geht darum, Struktur zu schaffen, nicht Menschen zu Robotern zu machen. Du kannst immer noch individuell auf Kunden eingehen – aber innerhalb eines klaren Rahmens.

Aufgaben sinnvoll delegieren

Einer der größten Gamechanger in der Skalierung deines Vertriebs ist die Fähigkeit, Aufgaben abzugeben. Doch viele Gründer und Vertriebsprofis tun sich schwer damit. Warum? Weil sie Kontrolle abgeben müssen – und weil sie glauben, niemand könne es so gut wie sie selbst. Das ist nachvollziehbar, aber langfristig ein echter Wachstumsverhinderer.

Delegation ist kein Kontrollverlust

Im Gegenteil: Gute Delegation bringt dir mehr Kontrolle zurück. Denn statt alles selbst zu machen und dabei den Überblick zu verlieren, kannst du dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt. Du wirst nicht mehr von Aufgaben gesteuert – du steuerst Aufgaben.

Welche Aufgaben kannst du abgeben?

Nicht alles im Vertrieb ist gleich wichtig – und nicht alles muss von dir gemacht werden. Hier ein paar typische Aufgaben, die sich gut delegieren lassen:

  • Leadrecherche & -pflege: Ein Vertriebsassistent oder ein externes Team kann dir vorqualifizierte Leads liefern.

  • Erstkontakt & Terminvereinbarung: SDRs (Sales Development Representatives) übernehmen die Kontaktaufnahme und vereinbaren Gesprächstermine.

  • Angebotsversand & Nachfassen: Standardisierte Angebote können andere genauso gut verschicken – wenn der Prozess klar ist.

  • Datenpflege im CRM: Ein sauber gepflegtes CRM ist Gold wert – und kein Job für den Gründer selbst.

Rollen und Verantwortlichkeiten definieren

Bevor du delegierst, solltest du klare Rollen schaffen. Wer macht was, in welchem Prozessabschnitt? Diese Klarheit ist entscheidend, damit dein Team eigenverantwortlich handeln kann. Typische Rollen im skalierbaren Vertrieb:

  • Vertriebsleitung: Strategische Planung, Coaching, Zielvorgaben

  • SDR / BDR: Leadgenerierung, Qualifizierung, Erstkontakt

  • Account Executive: Verkaufsabschluss, Verhandlungen, Kundenpräsentationen

  • Customer Success Manager: Betreuung nach dem Kauf, Upselling, Kundenbindung

Onboarding durch strukturierte Abläufe

Neue Mitarbeiter benötigen eine klare Einarbeitung. Mit dokumentierten Prozessen und standardisierten Schulungsunterlagen wird das Onboarding zum Selbstläufer. Videos, Checklisten, Playbooks – je mehr du vorab vorbereitest, desto schneller werden neue Kolleg:innen produktiv.

Vom Gründer zum Unternehmer

Die wahrscheinlich größte Transformation auf dem Weg zum skalierbaren Vertrieb ist deine eigene Rolle. Du bist nicht mehr der Macher im Tagesgeschäft – du wirst zum Manager und Leader. Und das ist nicht immer leicht.

Loslassen lernen

Viele Gründer lieben den direkten Kundenkontakt. Und das ist verständlich – denn da passiert „das echte Geschäft“. Aber um zu wachsen, musst du dich aus der ersten Reihe zurückziehen. Nicht vollständig, aber gezielt. Du brauchst den Blick von oben, um strategisch zu lenken.

Führung bedeutet Coaching

Als Vertriebsleiter ist deine Hauptaufgabe nicht der Verkauf – sondern dein Team zu besseren Verkäufern zu machen. Du gibst Feedback, entwickelst Stärken, analysierst Schwächen und sorgst dafür, dass alle auf Kurs bleiben.

Vertrauen schaffen durch Transparenz

Dein Team braucht klare Ziele, regelmäßiges Feedback und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Führe wöchentliche Meetings ein, in denen Zahlen, Herausforderungen und Erfolge offen besprochen werden. Schaffe einen Rahmen, in dem jeder weiß, was erwartet wird – und was er oder sie beitragen kann.

Vom Ego zur Vision

Ja, du warst der erste und beste Verkäufer deines Produkts. Aber Skalierung bedeutet, dass dein Erfolg nicht mehr an dich gebunden ist. Dein Ziel: Ein Team aufzubauen, das ohne dich besser verkauft als du allein. Klingt verrückt? Ist aber die Königsklasse.

Technologische Unterstützung – CRM & Automatisierung

Wenn du wachsen willst, brauchst du Technologie. Punkt. Ohne digitale Tools bleibt dein Vertrieb ineffizient, intransparent und fehleranfällig. Zwei Dinge stehen dabei im Fokus: CRM-Systeme und Automatisierung.

CRM: Das Herzstück deiner Vertriebsstruktur

Ein Customer Relationship Management-System sorgt dafür, dass du jederzeit weißt, was mit deinen Leads und Kunden los ist. Wer wurde wann kontaktiert? Welche Deals stehen offen? Welche Follow-ups sind geplant?

Ein gutes CRM…

  • …zentralisiert alle Kundendaten

  • …macht Prozesse nachvollziehbar

  • …ermöglicht bessere Teamarbeit

  • …liefert Daten für Analysen und Optimierung

Beliebte Tools sind z. B. HubSpot, Pipedrive, Salesforce oder Zoho CRM – je nach Unternehmensgröße und Budget.

Automatisierung für Routineaufgaben

Du solltest nicht jeden E-Mail-Follow-up manuell schreiben oder Termine händisch nachverfolgen. Moderne Tools wie Make (ehem. Integromat), Zapier oder native CRM-Automationen übernehmen repetitive Aufgaben für dich:

  • Automatische Willkommens-E-Mails nach Erstkontakt

  • Erinnerungen an Follow-ups

  • Statusänderungen im CRM bei Reaktion des Kunden

  • Terminvereinbarungen via Buchungstools wie Calendly

Wichtig: Technik unterstützt – ersetzt aber nicht

Automatisierung ist kein Ersatz für echte Gespräche oder persönliche Beratung. Sie nimmt dir nur den Ballast ab, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst: den Menschen.

Teams aufbauen und richtig skalieren

Alleine wirst du nicht weit kommen. Wenn dein Vertrieb wachsen soll, brauchst du ein Team. Aber nicht irgendein Team – sondern das richtige.

Worauf solltest du bei neuen Vertriebsmitarbeitern achten?

  • Mindset vor Lebenslauf: Erfahrung ist gut, aber Einstellung ist besser. Achte auf Lernbereitschaft, Selbstverantwortung und Begeisterung.

  • Kommunikationsstärke: Vertrieb ist Beziehungspflege. Wer nicht gern redet, zuhört und überzeugt, wird hier scheitern.

  • Selbstorganisation: Skalierbare Teams brauchen Mitarbeiter, die eigenständig denken und handeln können.

Teamkultur und Werte definieren

Skalierung funktioniert nur, wenn alle am selben Strang ziehen. Das geht nur mit einer gemeinsamen Kultur. Welche Werte sind dir wichtig? Wie sieht Erfolg in deinem Team aus? Lebe diese Prinzipien vor – sie sind das Fundament deines Wachstums.

Teamstruktur nach Stärken bauen

Nicht jeder ist für jeden Schritt im Vertriebsprozess geeignet. Deshalb macht es Sinn, dein Team entlang der Stärken zu strukturieren:

  • Jäger (Hunter): Neue Kunden gewinnen, Abschlüsse machen

  • Farmer: Kundenbeziehungen pflegen, ausbauen, langfristige Betreuung

  • Closer: Deal-Verhandlungen führen, zum Abschluss bringen

  • Supporter: Prozesse im Hintergrund managen, Technik & Tools pflegen

So entsteht ein dynamisches Team, in dem jeder seine Rolle kennt – und deine Prozesse skalierbar werden.

Reporting und KPI-getriebene Steuerung

Ohne Zahlen keine Kontrolle. Wer seinen Vertrieb skalieren will, muss wissen, was funktioniert – und was nicht. Dafür brauchst du Kennzahlen (KPIs), regelmäßiges Reporting und eine klare Datengrundlage.

Wichtige Kennzahlen im Vertrieb

  • Anzahl gewonnener Leads pro Woche/Monat

  • Konversionsrate vom Lead zum Kunden

  • Durchschnittlicher Deal-Wert

  • Sales-Cycle-Länge (Zeit vom Erstkontakt bis Abschluss)

  • Kundenabwanderungsrate (Churn)

  • Umsatz pro Vertriebsmitarbeiter

Diese Zahlen zeigen dir, wo dein Team gut ist – und wo du nachjustieren musst.

Dashboards & Visualisierungen

Nutze CRM-Dashboards oder Tools wie Google Data Studio oder Klipfolio, um deine Daten übersichtlich darzustellen. So erkennst du auf einen Blick, ob deine Maßnahmen wirken oder ob Prozesse blockieren.

Entscheidungen datenbasiert treffen

Gefühl ist gut, Zahlen sind besser. Statt „Ich glaube, das läuft gut“ heißt es jetzt: „Die Daten zeigen, dass unsere Abschlussquote letzte Woche um 12 % gesunken ist – woran liegt das?“ Das schafft Objektivität, Klarheit und Professionalität.

Vertriebsprozesse kontinuierlich verbessern

Vertriebsprozesse sind keine einmalige Aufgabe – sie sind ein lebendiger Organismus. Was heute funktioniert, kann morgen schon überholt sein. Deshalb ist kontinuierliche Verbesserung das Rückgrat eines skalierbaren Vertriebs.

Agilität als Prinzip

Skalierbare Vertriebsorganisationen sind nicht starr, sondern lernfähig. Sie testen neue Ansätze, messen deren Wirkung und optimieren laufend. Dabei hilft der sogenannte „Build – Measure – Learn“-Kreislauf:

  1. Build: Neuer Prozess oder Taktik wird eingeführt

  2. Measure: Ergebnisse werden gemessen (z. B. Konversionsrate)

  3. Learn: Analyse zeigt, was gut oder schlecht lief – Prozess wird angepasst

 

Feedbackschleifen etablieren

Vertriebsmitarbeiter sitzen an der Front. Sie hören täglich, was Kunden bewegt – und was nicht funktioniert. Dieses Wissen darf nicht verloren gehen. Regelmäßige Feedbackrunden mit dem Team helfen dabei:

  • Wöchentliche Retrospektiven

  • Offene Formate wie „Lessons Learned“-Sessions

  • Anonyme Umfragen zu internen Prozessen

Kultur der Offenheit fördern

Fehler sind nicht das Ende – sie sind der Anfang von Verbesserung. Eine gesunde Feedbackkultur braucht Vertrauen, Offenheit und die Bereitschaft, aus Rückschlägen zu lernen. Nur so wird dein Vertrieb smarter, schneller und erfolgreicher.

Was lässt sich verbessern?

  • E-Mail-Vorlagen: Werden sie geöffnet, geklickt, beantwortet?

  • Follow-up-Zyklen: Wie viele Berührungen braucht es bis zum Abschluss?

  • Gesprächsführung: Welche Fragen führen häufiger zum Deal?

  • CRM-Nutzung: Wird das System sinnvoll genutzt – oder nur halbherzig?

Verbesserung ist kein Sprint – es ist ein Marathon mit vielen kleinen Etappensiegen. Aber jeder Schritt bringt dich näher an ein Vertriebssystem, das wirklich skaliert.

Häufige Fehler auf dem Weg zur Skalierung

Skalierung klingt in der Theorie gut – in der Praxis lauern jedoch viele Fallstricke. Und sie kosten nicht nur Nerven, sondern auch Zeit, Geld und Glaubwürdigkeit. Hier sind die größten Stolpersteine, die du vermeiden solltest:

1. Zu spätes Loslassen

Viele Gründer halten zu lange an ihren operativen Aufgaben fest. Sie wollen alles kontrollieren, aus Angst vor Qualitätsverlust. Doch dieses Festhalten verhindert Wachstum. Wer nicht loslässt, blockiert das Team – und damit die Skalierung.

2. Fehlende Zielklarheit

„Wachstum“ klingt gut, aber was heißt das konkret? Umsatzsteigerung? Mehr Kunden? Bessere Marge? Ohne klare Ziele fehlt deinem Team die Orientierung – und du kannst Erfolge nicht messbar machen.

3. Schlechte Kommunikation

Ein wachsendes Vertriebsteam braucht klare Kommunikation: Wer macht was? Wie läuft die Abstimmung? Was ist der nächste Schritt? Wenn diese Fragen ungeklärt sind, entstehen Chaos, Doppelarbeit und Demotivation.

4. Kein Commitment zur Prozesspflege

Prozesse einmal aufzuschreiben ist leicht – sie zu leben, ist die eigentliche Herausforderung. Ohne Disziplin bei der Pflege deiner Abläufe und Tools geraten Systeme schnell ins Wanken.

5. Zu schnelle Skalierung

Wachstum um jeden Preis kann gefährlich sein. Neue Mitarbeiter ohne klares Onboarding, zu viele Leads ohne saubere Qualifizierung, falsche Kundenversprechen – all das rächt sich früher oder später. Skalierung muss kontrolliert und gesund erfolgen.

Skalierung ist ein strategischer Prozess – kein Aktionismus. Wer klug plant, transparent kommuniziert und Fehler als Lernchance begreift, hat die besten Karten für nachhaltigen Vertriebserfolg.

Vom Machen zum Managen

Wenn du deinen Vertrieb skalierbar machen willst, beginnt der Wandel bei dir selbst. Vom Macher zum Manager. Vom Alleskönner zum Teamleader. Vom Spontanverkäufer zum Prozessdenker.

Der Weg dorthin ist kein Sprint, sondern ein strukturiertes, nachhaltiges Wachstum. Es braucht Klarheit, Mut zum Loslassen, ein starkes Team – und die Bereitschaft, ständig besser zu werden.

Skalierbarer Vertrieb ist kein Luxus – er ist die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Wenn du Prozesse etablierst, Technologie nutzt, Führung übernimmst und dein Team befähigst, dann entsteht ein Vertrieb, der auch ohne dich wächst.

Also: Mach Schluss mit Einzelkämpferdasein. Werde zum Architekten deines Vertriebserfolgs. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt.

Marvin A. Verweyen

Ich bin Marvin A. Verweyen und als Verkaufstrainer, Unternehmer und Experte für B2B-Vertrieb und Preisverhandlungen unterwegs. Mein Team und ich sind darauf spezialisiert, Verkäuferinnen und Verkäufern dabei zu helfen, neue Kunden zu akquirieren und ihre Umsätze zu steigern. Wir unterstützen Mittelständler und Konzerne dabei, ihre Vertriebsperformance in den Teams zu steigern. Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Lösungen zu erfahren und wie wir Ihnen helfen können, Ihren Vertrieb auszubauen.

10. November 2025/von Marvin A. Verweyen
https://images.selling2b.de/2025/06/Vom-Einzelkaempfer-zum-Teamplayer-Vertriebsprozesse-skalierbar-machen.png 500 500 Marvin A. Verweyen https://images.selling2b.de/2023/06/VerweyenTrainings_Logo_S2B_FINAL_Positiv.png Marvin A. Verweyen2025-11-10 11:01:152025-06-17 16:04:56Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer: Vertriebsprozesse skalierbar machen

Seiten

  • Abschlusstechniken im Vertrieb
  • Akquise
  • akquise-checkliste
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen – offenes Training
  • Angebote schreiben
  • Anmeldeseite für Teilnehmer
  • Anmeldung für Kursleiter
  • Blog
  • Buchempfehlungen
  • Carolin Schmidt
  • Cart
  • Checkliste und Fragebogen zur Trainingsvorbereitung
  • Checkliste zur Auswahl eines Trainingsanbieters
  • Checkout
  • Cross- und Up-Selling
  • Dashboard
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzerklärung für Social Media
  • Einwandbehandlung
  • Häufig gestellte Fragen (FAQs)
  • Henrik Zimmermann
  • Ihr Konto
  • Ihr Wunschkundenprofil
  • Impressum
  • Johannes Klemeyer
  • Jörg Vogelgesang
  • Kaltakquise
  • Kasse
  • Kontakt
  • Leitfaden für das Zielvereinbarungsgespräch
  • Lösungen
  • Marvin Verweyen
  • Messetraining
  • Mystery Shopping
  • Neukundenakquise
  • Neukundengewinnung
  • Newsletter
  • Philipp Rafferty
  • Preiserhöhungen durchsetzen
  • Preisverhandlung
  • Referenzen
  • Sales Challenge Course
  • Sebastian Fleck-Rosenkranz
  • selling2b Consulting GmbH – B2B Sales Training
  • Shop
  • Über Uns
  • Value Selling
  • Verhandlungstraining
  • Verkaufsgespräch
  • Verkaufstrainer
  • Verkaufstraining
  • Vertrieb und Verkauf – Weiterbildung & Seminare
  • Vertriebstrainer
  • Vertriebstraining
  • Warenkorb

Kategorien

  • Führung im Vertrieb
  • Preisverhandlung
  • Training
  • Uncategorized
  • Vertrieb

Archiv

  • März 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • Dezember 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • Juli 2022

Jetzt unverbindlich anfragen!

selling2b Consulting GmbH

  • Baarerstrasse 133, CH-6300 Zug

  • +41 79 835 1992

  • +49 174 295 1971

  • [email protected]

© Copyright - selling2b Consulting GmbH
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzerklärung für Social Media
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen